Naguura ist aktuell eine der größten Streamerinnen im deutschen Twitch, dabei streamt sie erst seit einem halben Jahr auf Deutsch. In einem aktuellen YouTube-Video berichtet sie, was sie in den letzten Monaten gelernt hat.
Was ist das für eine Streamerin? Naguura ist aktuell eine der größten Streamerinnen im deutschen Twitch. Doch obwohl sie schon seit 11 Jahren streamt, dürften viele sie vor diesem Jahr gar nicht gekannt haben, denn die Südtirolerin produzierte ihren Content bis dahin auf Englisch. Das lag laut Naguura vor allem daran, dass sie WoW auf hohem Niveau spielte und ihr Umfeld dadurch Englisch war. Außerdem habe sie Sorge gehabt, man könne sich aufgrund ihres Dialekts über sie lustig machen.
Für das WoW-Event Sauercrowd streamte Naguura ab Dezember 2025 jedoch erstmals auf Deutsch. Das brachte ihr nicht nur enorme Reichweite ein, sondern auch eine Erkenntnis: Sie fühlte sich richtig wohl. In einem YouTube-Video erklärte sie, das Streamen auf Deutsch fühle sich natürlich an, sie könne entspannter und mehr sie selbst sein.
Darum kündigte Naguura am 29. Januar schließlich an, auch nach dem Ende des Events auf Deutsch streamen zu wollen. In einem neuen Video zieht sie ein erstes Fazit.
Sauercrowd-Gilde verliert ihren „unkaputtbaren“ Tank kurz vor Level 60
Autoplay
Das deutsche Twitch ist ein Dorf
Was sagt Naguura ein halbes Jahr später? Insgesamt ist die Streamerin sehr zufrieden mit ihrer Entscheidung – und das, obwohl sie vorher große Angst vor dem Wechsel hatte. Einer der Gründe dafür ist die deutsche Creator-Szene: Im englischsprachigen Raum sei es sehr schwierig, etwas gemeinsam zu organisieren. Da müssten auch Zeitzonen beachtet werden. Insgesamt sei die englischsprachige Szene wie eine große Stadt.
Das deutschsprachige Twitch sei hingegen wie ein Dorf: Jeder kenne jeden, man könne sich leicht zu gemeinsamen Events verabreden oder sich sogar mal treffen. Viele Streamer seien mittlerweile auch gute Freunde geworden.
Naguura sagt aber auch lachend, dass sie sich an ein paar Sachen erst habe gewöhnen müssen, wie etwa, dass Leute Wert auf klare Regeln legen würden. Und: Wie in einem richtigen Dorf gebe es eben auch Klatsch und Tratsch.
Und finanziell? Auch in diesem Bereich zieht die Streamerin eine positive Bilanz. Kooperationen seien im englischen Raum zwar größer, dafür gebe es aber auch weniger Deals. Im deutschen Raum seien die Kampagnen zwar deutlich kleiner, aber es gebe mehr und sie könne es sich auch eher Mal leisten, „Nein“ zu sagen.
Gleichzeitig gelang Naguura mit dem Sprach-Wechsel auch eine Umstellung ihres Contents: Früher habe man sie vor allem als WoW-Streamerin gekannt. Da sie sich nun ohnehin eine neue Community aufbaue, sei sie auch freier andere Sachen auszuprobieren.
Ein Wermutstropfen bleibt: Nicht alle bisherigen Zuschauer verstehen Deutsch. Somit musste Naguura einige Fans zurücklassen, die sie schon seit Jahren begleitet hätten. Dennoch sei sie positiv überrascht, wie viele Leute aus ihrer Community ihre deutschen Streams weiterhin verfolgen würden.
Schreibt uns gerne in die Kommentare, wie gut ihr in eurem Job zurechtkommen würdet, wenn ihr plötzlich die Sprache wechseln müsstet.
Zum Thema Sauercrowd sagt Naguura, dass sie nun zwar etwas mehr Zuschauer habe, als vorher, aber eben nicht so viele wie zum großen Event-Hype. Wenn ihr wissen wollt, was einige der anderen Teilnehmer nach der Streamer-Gilde gemacht haben, könnt ihr das hier nachlesen: 7 Twitch-Streamer gingen als Gewinner aus Sauercrowd – drei bleiben bei WoW
Der Beitrag Von der WoW-Spielerin zu einer der größten Streamerinnen im deutschen Twitch: Naguura zieht ein Fazit ein halbes Jahr nach Sauercrowd erschien zuerst auf Mein-MMO.
