House of the Dragon traut sich in Staffel 3 bisher zu wenig, macht aber eine Sache besser als Game of Thrones

House of the Dragon geht mit Staffel 3 weiter und der Krieg der Targaryens wird endlich entfacht. MeinMMO-Redakteur Nikolas Hernes konnte die ersten 4 Folgen vorab sehen und hatte vor allem Spaß an den Drachen. Aber eine Sache stört ihn immer noch.

Am 22.06.2026 geht House of the Dragon mit Staffel 3 weiter und ich habe mich sehr drauf gefreut. Der Familienzwist der Targaryens ist einfach spannend und man fiebert mit – Figuren wie Daemon guckt man auch einfach gerne zu und wer mag denn keine Drachen.

Staffel 1 und 2 waren insgesamt aber zu zäh – ich hätte gerne mehr Schlachten und Kämpfe gehabt und weniger Gerede, das sich im Sand verläuft. Und Staffel 3 macht in den ersten 4 Folgen vieles richtig, aber das Selbstbewusstsein fehlt.


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House of the Dragon zeigt im finalen Trailer zur 3. Staffel den immer weiter eskalierenden Konflikt der Targaryens

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House of the Dragon muss endlich in die Pötte kommen

Wie sich bereits am Ende von Staffel 2 abgezeichnet hat, startet Staffel 3 mit einer starken Schlacht. Ich verrate euch jetzt nicht, wer gewonnen hat, aber die macht durchaus viel Spaß. Es gibt Action mit Drachen und vor allem einen tollen Schiffskampf, den man auch in Game of Thrones nicht besser hinbekommen hat.

Genau darauf hat man sich seit Staffel 1 gefreut und wird hier zufriedengestellt. Die Schauwerte sind schön und generieren eine gewisse Wucht. Aber hier fehlt auch ein gewisses Selbstbewusstsein.

Denn statt einen Kampf durchgehend zu zeigen, wird öfter mal die Szene gewwechselt, um ein anderes Schlachtfeld zu zeigen. Das kann funktionieren, um Spannung aufzubauen, aber das schafft die 3. Staffel nicht. Ich hätte mir gewünscht, dass man einen Kampf von Anfang bis Ende zeigt, weil dadurch auch die Choreografien besser zur Geltung kommen.

Abseits dieser Schlacht kommt die 3. Staffel in den ersten 4 Folgen aber wieder nicht in die Pötte. Es wird zu viel gelabert, ohne dass damit etwas sinnvolles erzeugt wird. Den Folgen hätte es gutgetan, 10 bis 15 Minuten kürzer zu sein, denn die Länge schadet den Kernthemen der Serie.

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Was bedeutet es, ein König zu sein

Wie schon in den vorherigen Staffeln beschäftigt sich die Serie nicht nur mit dem Kampf um einen Thron, sondern mit den Aufgaben und Verantwortlichkeiten als Herrscher eines Landes. Das ist spannend und hebt die Serie von Game of Thrones ab, obwohl Dialoge von einer Schere profitiert hätten.

Oft wird einem ein Element zu sehr auf die Nase gebunden, wodurch die Gewichtung leidet. Die Serie zeigt diverse Probleme wie Kluft von Arm und Reich visuell “schön”. Da hätte es keine zusätzlichen Erklärungen der Figuren gebraucht.

Statt zu zeigen, wie eine Hauptfigur mit ihrer Rolle kämpft, wird es immer wieder und wieder erwähnt. Dabei braucht House of the Dragon das gar nicht, weil man den Konflikt der Targaryens spürt und sieht. 

Man versteht die Bedeutung von Worten wie Bastard und die Implikationen, die das auf eine mögliche Herrschaft haben kann, auch ohne dass es breitgetreten wird. Wie es richtig geht, zeigt Daemon Targaryen, gespielt von Matt Smith.

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Der versteckte Star

Wer die Schauspielleistung in den vorherigen beiden Staffeln mochte, wird auch in Staffel 3 wieder zufrieden sein. Emma D’Arcy spielt den Zwiespalt von Rhaenyra gut und ich mag weiterhin Steve Toussaint als Corlys Velarion sehr gerne.

Der wahre Szenenstehler ist aber Matt Smith als Daemon Targaryen. Allein dank seiner Mimik und seiner Bewegungen erschafft er so eine Gewichtung, die seine Persönlichkeit und seine Ambitionen wunderbar nach außen trägt.

Die Dialoge sind hier nur ein Rahmen, den Matt Smith nutzt, um eine der besten Westeros-Figuren aller Zeiten zu erschaffen. Auch wenn ich mir mehr Szenen mit ihm wünsche, ist es jedes Mal ein Genuss, ihn spielen zu sehen.

Aber was ist eigentlich mit den Drachen? Bisher habe ich sie nicht erwähnt, jedoch kommt das Beste bekanntlich zum Schluss. Denn die Drachen aus House of the Dragon gehören zu den besten Drachen, die ich jemals gesehen habe.

Vermithor im Trailer zur 3. Staffel von House of the Dragon (Titelbildquelle: HBO Max auf YouTube)

Die Drachen sind nicht nur symbolisch eine Wucht

Auch die ersten 4 Folgen der 3. Staffel werden dem Titel gerecht, denn die Drachen sind wie vorher bereits das große Highlight der Serie. In jeder Szene mit ihnen, kann man nur auf die geflügelten Echsen schauen, die gut aussehen und vor allem durch ihre einzigartigen Designs ein Highlight sind.

Die größte Stärke gegenüber Game of Thrones wird auch in der 3. Staffel deutlich. Drachen sind nicht nur mächtige Wesen, sie sind ein politisches Druckmittel, eine Abschreckung für andere Reiche und, wie Rhaenyras Vater gerne betonte, eine Macht, die kein Mensch haben sollte.

Dadurch sind die Drachen nicht nur in den Schlachten spannend, sie funktionieren auch als Element in den Dialogen. Sie sind wie Atombomben, die beim Einsatz nicht nur enormen Schaden verursachen, sondern den grundlegenden Verlauf der Zukunft beeinflussen.

Davon muss mir die Serie in den kommenden Folgen aber auch mehr geben, denn ich will mehr davon. Zeigt mir, wie verheerend die Macht der Kreaturen ist und wie unkontrollierbar sie sind. Die Schauwerte sind da, und die sollte man nutzen.

Wenn sich die 3. Staffel genau da hineinlegt, könnte sie eine der besten Serien werden, die wir 2026 bekommen.

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Wie steht ihr zu House of the Dragon? Freut ihr euch auf die 3. Staffel oder habt ihr keine Lust mehr auf Westeros. Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare. Eine Meinung zur letzten Westeros-Serie findet ihr hier: A Knight of the Seven Kingdoms ist kein neues Game of Thrones, aber das ist gut so

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