Hardware wird immer teurer. Nach RAM sind nun auch die Preise von SSDs angestiegen. Gleichzeitig werden Spiele immer größer und somit sinkt der verfügbare Platz für Games rapide. Genau deswegen ist Tech-Autor Jan Hartmayer froh, dass er in den letzten Jahren viel Speicher aufgehäuft hat.
Seitdem ich meine eigenen Rechner zusammenstelle und baue, habe ich Stück für Stück meinen Speicherplatz erweitert. Erst eine 2-TB-SSD hier, dann eine weitere dort, später noch eine 4-Terabyte-Variante und abschließend eine riesige HDD als Datengrab.
Mittlerweile habe ich damit allein in meinem Gaming-PC insgesamt 24 Terabyte, die sich folgendermaßen zusammensetzen:
4 TB PCIE 5.0 NVME, für Windows und Dateien, auf die schnell zugegriffen werden muss
2 TB PCIE 4.0 NVME, die als Ort für aktuelle Videodateien und Bilder dient
4 TB PCIE 4.0 NVME, die für Spiele und sonstige unwichtige Dateien gedacht ist
14 TB HDD, die als Massengrab für unbenutzte Videodateien, Bilder und Backups dient.
Dazu kommt noch mein Ugreen-NAS oder auch Heimserver, der mit weiteren 4×6 TB HDDs in RAID 10 bestückt ist. Macht insgesamt etwa 44 Terabyte an verfügbarem Speicher. Meine Sammelsucht hat selbst mich beim Nachrechnen überrascht. Momentan sind zum Beispiel etwa 55 Prozent meines Rechnerspeichers und etwa 40 Prozent meines NAS belegt.
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Autoplay
Videomaterial in 4K ist riesig
Ich nehme für Arbeit, Studium und Freizeit regelmäßig Videos und Bilder in hoher Bildqualität auf. Dabei erreicht eine 1-stündige Aufnahme mit Ton bei mir, je nach Qualitätseinstellungen, schnell zwischen 25 – 40 GB an Größe.
Früher habe ich nebenbei noch einzelne Challenge-Runs für YouTube gefilmt, die je nach Projekt bis zu 40 Stunden an Videomaterial abgeliefert haben. Das waren dann etwa 1 bis 2 Terabyte.
Natürlich lösche ich auch die meisten Dateien wieder, dennoch hebe ich gerne Kopien von Endprodukten wie zum Beispiel fertigen Videos, Texten und Bildern auf, falls ich einmal Referenzmaterial in der Zukunft benötige. Außerdem habe ich insgesamt Fotos und Videos von sechs verschiedenen Familienmitgliedern gespeichert, die sich über Jahrzehnte erstrecken und deren Sicherheit oberste Priorität hat.
Mein PC ist mit drei NVMe-SSDs aber auch randvoll und mein Mainboard hat keinen Anschluss für mehr übrig.
Fazit: Für mich hat es sich gelohnt!
Umgerechnet habe ich schätzungsweise etwa 1.500 – 1.800 Euro allein für meine 44 Terabyte Speicherplatz ausgegeben. Das ist extrem viel Geld, dennoch muss ich dadurch nie wieder auf Cloud-Lösungen wie Google Drive zurückgreifen.
Denn hier kostet beispielsweise das 5-Terabyte-Abo heute am 12.06.2026 219 Euro im Jahr (via Google). Heißt: Nach 10 Jahren hätte ich mehr für weniger Speicher bezahlt. Natürlich kann es immer vorkommen, dass eine Festplatte kaputtgeht oder zeitweise ausfällt und ich sie dann ersetzen muss. Dennoch besitze ich viel lieber meine Hardware und zahle ungern monatlich für einen Service, von dem ich nach Ablauf der Zeit keinerlei Nutzen mehr habe.
Für mich hat sich der Sammelwahn also schlussendlich gelohnt, doch für den durchschnittlichen Gamer ist das kaum sinnvoll. Als Spieler würden mir etwa 2 – 6 Terabyte Speicher locker ausreichen, je nachdem, wie viele Games ich parallel installiert haben möchte. Auch Kollege Dariusz will jeden Byte an Platz für seine Spiele nutzen: Ein kostenloses Programm hat mir gezeigt, dass EA mir seit Jahren über 60 GB Speicherplatz gestohlen hat
Wie viel Speicher habt ihr denn in eurem Gaming-PC und zu wie viel Prozent ist dieser belegt? Ist ein Festplatten-Upgrade momentan eine Option oder deinstalliert ihr lieber ein paar Spiele, um den nötigen Platz zu schaffen? Teilt es uns doch gerne in den Kommentaren mit.
Der Beitrag Ich sammle Speicher wie Briefmarken, hab schon über 40 TB und kann einfach nicht damit aufhören erschien zuerst auf Mein-MMO.
