Clair Obscur: Expedition 33 ist laut den Entwicklern zu 95 % nur mit einem speziellen Feature der Unreal Engine 5 möglich. Jetzt kündigte Epic Games an, es ab der Unreal Engine 6 ersetzen zu wollen.
Auf welchem Feature basiert Clair Obscur? Laut den Entwicklern bei Sandfall Interactive basieren 95 % aller In-Gameplay-Systeme auf einem ganz bestimmten Feature der Unreal Engine 5: Blueprints. Dabei handelt es sich um ein Entwicklungssystem, das es erlaubt, ohne jegliche Vorerfahrung zu coden.
Blueprints gibt es seit 2014 in der Unreal Engine. Es ist ein Tool zum visuellen Skripten. Dafür erstellt man sogenannte Nodes in Form von Boxen. Diese lassen sich verbinden und so miteinander in Beziehung stellen. Das erlaubt es, komplexe Abläufe und Codes darzustellen, ganz ohne eine Codesprache lernen zu müssen.
Während der State of Unreal 2026 am 18. Juni 2026 gab es jetzt Neuigkeiten zur Unreal Engine 6 (UE6) und der Zukunft der Blueprints. Die UE6 soll Ende 2027 in den Early Access gehen. Blueprints soll es zwar noch geben, perspektivisch soll das Feature aber durch ein anderes ersetzt werden: Verse.
Clair Obscur: Expedition 33 hinterlässt bei den Spielern eine Leere
Autoplay
Gehen die Blueprints, wird es für neue Entwickler schwer
Mit was will Epic Blueprints ersetzen? Blueprints soll perspektivisch durch Verse ersetzt werden. Verse ist eine Programmiersprache, die Epic 2023 in der Unreal Engine eingeführt hat. Sie wird von Epic entwickelt und gehört dem Unternehmen. Das unterscheidet sie von Open-Source-Sprachen wie zum Beispiel Python oder auch Java.
Während der State of Unreal 2026 erklärte Epic, dass sie die Spieleentwicklung mit Verse vereinfachen wollen. Zum Beispiel kann Verse Runtimes automatisch synchronisieren und den globalen Status eines Programms speichern. Dieser könne dann mit allen aktuell laufenden Instanzen eines Spiels oder Ökosystemen geteilt werden.
Was passiert mit Blueprints? Laut dem offiziellen X.com-Account der Unreal Engine soll Blueprints zwar in der UE6 noch vorhanden sein, allerdings wird das Feature nicht mehr weiterentwickelt und zu einem späteren Zeitpunkt abgeschaltet. Danach soll nur noch Verse verfügbar sein.
Das sorgt aktuell unter anderem auf X.com für Diskussionen: Blueprints ist ein anfängerfreundliches Coding-System, mit dem fast jeder ein Game erstellen kann. Verse wiederum ist eine Programmiersprache, die erst gelernt werden muss. Wenn Blueprints abgeschaltet wird, könnte das die Zugänglichkeit der Unreal Engine für neue Developer einschränken.
Habt ihr schon einmal mit der Unreal Engine oder einem anderen Spielentwicklungs-Tool geübt? Ich persönlich habe mich vor vielen Jahren mit der UE4 und aber auch dem RPG Maker MV ausprobiert. Letzterer hat mir persönlich mehr Spaß gemacht. Schreibt mir doch eure Erfahrungen einmal in die Kommentare. In anderen Entwicklungs-News: Vor 30 Jahren hatte eine Speicherkarte für die PS1 eine Kapazität von 128 KB: Heute würde sie nicht mal einen Zeh von Kratos speichern können
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