Nutzer zahlt fast 300 Euro für ein Mainboard, stellt später fest, warum man beim Kauf von Hardware dreimal hinsehen sollte

Ein Nutzer zahlt für ein Mainboard viel Geld, obwohl er die Features gar nicht verwendet. Er selbst erklärte, er hätte das Geld auch in eine bessere SSD stecken können.

Ein Nutzer berichtet auf Reddit, wie er sich vor einem Jahr ein neues Mainboard für seinen Rechner kaufte. Insgesamt hat er 280 US-Dollar dafür bezahlt. Ein günstigeres Modell hielt er zu dem Zeitpunkt für einen schlechteren Kompromiss.

Er selbst musste jedoch jetzt im Nachhinein feststellen, dass er die meisten Features seines Mainboards überhaupt nicht benötigen würde. Er selbst erklärte, das sei zwar keine Katastrophe, aber dieses Geld hätte er auch für eine größere SSD, einen besseren Monitor oder ein leiseres Gehäuse ausgeben können. Und das sei ihm so richtig bewusst geworden, als er einem Freund ein ähnliches System mit günstigerem Mainboard zusammengestellt habe:

Ich habe kürzlich einem Freund dabei geholfen, einen fast identischen PC mit einem 159-Dollar-B650-Mainboard zusammenzustellen, und sein Computer bootet, spielt Spiele und läuft genau wie meiner. Sein BIOS ist sogar noch einfacher zu bedienen.

Und das ist ein Fehler, den viele potentielle Hardware-Käufer machen. Oft stecken dahinter auch Verkaufs-Tricks, damit Leute mehr kaufen, als sie eigentlich müssten.


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Leute kaufen gerne Dinge, die sie oft gar nicht brauchen

Was steckt dahinter? Aber warum kaufen sich Leute nun ein neues Mainboard oder eine Grafikkarte mit dem Denken, dass sie die Features am Ende doch brauchen werden? Dahinter stecken oft auch psychologische Tricks, berichtet das Magazin RND.de: Menschen lassen sich oft dazu verleiten, Produkte oder bestimmte Funktionen zu erwerben, die sie objektiv nicht benötigen. Dieses Verhalten werde durch psychologische Mechanismen, cleveres Marketing und soziale Einflüsse gesteuert. Am Ende kaufe man sogar Dinge, die einem gar nicht gefallen, berichtet etwa das Magazin Zeit.de (evtl. Paywall)

Hinzu komme: Menschen überschätzen oft den zukünftigen Nutzen von Dingen. Man kaufe beispielsweise ein Gerät mit extrem vielen Zusatzfunktionen in dem Glauben, diese in Zukunft auch zu verwenden, muss dann aber später feststellen, dass es nicht so ist.

Der Nutzer selbst erklärt aber in seinem Post, dass das von ihm gekaufte Mainboard auch nicht schlecht oder kaputt sei, und in einem anderen Haushalt sicher seine Berechtigung habe:

An meinem Mainboard ist nichts auszusetzen, und ich weiß, dass es für jemanden, der mehrere Laufwerke, Erweiterungskarten, viele USB-Geräte oder spezielle Anschlussmöglichkeiten nutzt, sinnvoll sein kann, mehr zu bezahlen. Ich habe einfach Funktionen für eine imaginäre zukünftige Version von mir gekauft, die offenbar ein Rechenzentrum von ihrem Schlafzimmer aus betreibt.

Aber für ihn selbst habe sich der Kauf am Ende des Tages nicht in vollem Umfang gelohnt.

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Manche Nutzer haben beim Mainboard-Kauf hingegen “Glück”: Ein Spieler hatte sich etwa ein gebrauchtes Mainboard für wenig Geld gekauft, doch der Vorbesitzer hatte wohl vergessen, alte Komponenten zu demontieren. Ein “Glück” für den Käufer: Spieler kauft Mainboard für 45 Euro, bekommt Hardware im Wert von 1.400 Euro umsonst dazu

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