Laut der Psychologie kann euch der „Batman-Effekt“ zu einem besseren Menschen machen

Superhelden wie Batman und Superman sollen nicht einfach nur Schurken und Verbrecher aufhalten, sie symbolisieren ein gewisses Heldentum. Das scheint auch im echten Leben zu funktionieren, wie eine Studie herausgefunden hat.

Um welche Studie geht es? Im November 2025 veröffentlichte das Wissenschaftsmagazin Nature eine Studie, in der es um den Batman-Effekt ging. Ein Team von Psychologen wollte untersuchen, welchen Effekt unerwartete Ereignisse auf soziales Verhalten haben.

Dafür führte man ein Experiment in einer U-Bahn durch. Eine Frau wurde so präpariert, dass sie schwanger aussah und man schaute sich an, wie viele Menschen ihr einen Platz anbieten. Im Vergleich dazu führte man das Experiment nochmal durch, aber ein Schauspieler betrat die U-Bahn, verkleidet als Batman (ohne Maske aber). Die beiden interagierten nicht miteinander und man schaute sich an, ob die Anwesenheit des Helden einen Unterschied macht.


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Batman scheint auch im echten Leben ein Symbol zu sein

Was kam bei der Studie heraus? Es wurden insgesamt 138 Sessions durchgeführt, davon waren 61 mit Batman. In den 71 Experimenten ohne ihn lag die Chance, dass jemand seinen Platz für die Schwangere abgibt, bei 37,66 %. Mit Batman hingegen stiegen die Chancen auf 67,21 %. Das impliziert laut der Studie, dass Batmans Präsenz einen Einfluss auf das Verhalten der anderen U-Bahn-Passagiere hatte.

Man befragte einige der Passagiere, warum sie Platz gemacht hätten. Diese gaben soziale Normen, Sicherheit und die Erziehung als Begründung an, niemand assoziierte sein Verhalten mit Batman. 14 der Befragten haben sogar gesagt, dass sie Batman gar nicht gesehen hätten.

Laut der Studie stütze dieser Batman-Effekt die Hypothese, dass Störungen der Routine die Wahrnehmung der eigenen Umgebung schärfen und die Sensibilität für die Bedürfnisse anderer erhöhen können, was letztlich prosoziales Handeln fördert. Ob explizit Batman als Held hier einen zusätzlichen Effekt hat, zeigt die Studie aber nicht. Sie geht sogar davon aus, dass man den Effekt auch auf Nicht-Superhelden ausweiten könne. Ein ungewöhnliches Ereignis könnte also den Autopiloten der Menschen ausschalten und die Wahrnehmung für die Umgebung schärfen.

Interessanterweise gab es 2016 schon mal eine Studie über einen Batman-Effekt bezüglich des Durchhaltevermögens von jungen Kindern (via National Library of Medicine). Man gab Kindern zwischen vier und sechs Jahren eine sich wiederholende Aufgabe und die Möglichkeit, eine Pause zu machen, um ein Videospiel zu zocken.

Dabei zeigte sich in der Studie, dass die Kinder, die die meiste Zeit mit der Aufgabe verbrachten, sich in eine Vorbildfigur, in dem Fall Batman, Dora, Bob der Baumeister und Rapunzel, hineinversetzten. Auch hier scheint der Gedanke an eine motivierende Figur einen Einfluss gehabt zu haben.

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Wohl die meisten Fans von Superhelden waren als Kinder von ihrer Lieblingsfigur inspiriert. Welche Figur schwebt euch bei dem Gedanken direkt im Kopf herum? Schreibt es uns gerne in die Kommentare. Auch Dragon Ball könnte einen Effekt auf euch gehabt haben: Ihr könntet dank Piccolo in Dragon Ball eine wichtige Eigenschaft gelernt haben

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