Overwatch bekommt endlich eine Serie. Das ist zumindest die Hoffnung – und zwei Top-Leute von Blizzard liefern konkrete Hinweise darauf.
Overwatch ist ein ziemliches Kuriosum. Denn obwohl das Spiel eine reine PvP-Erfahrung ist und es nur kurz den Versuch gab, Story-Missionen zu etablieren, ist besonders die Handlung von Overwatch äußerst beliebt. Viele haben die Charaktere in ihr Herz geschlossen und interessieren sich für die Welt und die Geschichten, die in ihr erzählt werden.
Kein Wunder, denn die „Cinematic Trailer“ zu Overwatch gehören zu dem besten, was es in der Industrie gibt. Videos wie „The Last Bastion“, „Honor and Glory“ oder „Kiriko“ haben Millionen von Aufrufen auf YouTube und häufig mehrere Hunderttausende Likes.
Overwatch 2: Der animierte Kurzfilm zur Fuchs-Heldin Kiriko
Autoplay
Unter jedem Video dieser Art gibt es immer wieder die Forderung: „Wir brauchen eine animierte Serie.“
Jetzt gibt es nach vielen Jahren zwei starke Hinweise darauf, dass das wirklich geschehen könnte.
Ein Overwatch-Chef schließt eine Serie nicht aus
Ein erster, konkreter Hinweis ist eine Aussage von Walter Kong, dem General Director von Overwatch. In einem Interview mit IGN sprach er über die Zukunft von Overwatch und wollte „eine Serie nicht ausschließen.“ Er sagte dazu weiter:
Jedes Mal, wenn wir Assets veröffentlichen, dann gibt es da diese Kommentare wie: ‘Hey, wir würden eine animierte Serie zu Overwatch lieben. Was zur Hölle, Blizzard? Wann passiert das endlich?’
Weiter verriet er, dass diese Meinungen gelesen werden und auch im Team auf Anklang stoßen:
Wir bekommen das auf jeden Fall mit und ich glaube, es wäre nicht so weit hergeholt, zu sagen, dass es einen Bedarf für diese Art von Inhalten gibt. Also mit Sicherheit, nein, ich würde nicht ausschließen, dass wir irgendwann in der Zukunft andere Story-Erfahrungen im Overwatch-Universum sehen werden.
Diese Verbindung zu Overwatch gab es im Grunde schon vor dem Launch des Spiels. Schon damals sorgten die Cinematics für viele Emotionen. Charaktere wie Widowmaker, Winston, Reaper und Mei wurden schnell ins Herz geschlossen – egal ob man die Bösewichte oder die eher guten Helden mochte.
Neuer Franchise-Chef für Serien-Erfahrung sorgt für neue Hoffnung
Der zweite große Hinweis, der viele Hoffnungen schürt, ist eine neue Stelle, die beim Overwatch-Team besetzt wurde. Denn vor einigen Tagen gab Justin Richmond bekannt, dass er nun bei Blizzard arbeitet, als „Franchise Creative Director“.
Falls ihr Richmond bisher nicht kennt: Er hat an „Uncharted 3“ als Co-Director gearbeitet und auch an der Serie „Der Prinz der Drachen“ („The Dragon Prince“) auf Netflix als Co-Autor mitgearbeitet. Er hat also eine Menge Erfahrung mit Story-Entwicklungen und Serien.
Auch in seiner Ankündigung auf X spricht er davon, wie sehr er das Universum von Overwatch liebt:
Story-Zeit: Meine allererste BlizzCon war, als Overwatch angekündigt wurde und ich habe mich sofort in die Welt und das Spiel verliebt. Ich habe mich wieder und wieder in der Schlange angestellt, um die Demo so oft wie möglich zu spielen, und wurde immer wieder verprügelt, als ich versucht habe, Tracer zu lernen. Hoffentlich kann mir das jetzt jemand beibringen, denn ich freue mich darüber, anzukündigen, dass ich das Overwatch-Team als neuer Franchise Creative Director verstärke. Ich kann es kaum erwarten, zur nächsten Ära von Overwatch beizutragen!
Was macht ein Franchise Creative Director? Die Aufgabe dieser Position ist es, ein entsprechendes Franchise – also Overwatch – weiterzuentwickeln. Das können neue Cinematics für das Spiel sein, aber auch komplett neue Spiele oder eben andere Medien, wie eine Serie.
Cortyn meint: Jedes Mal, wenn es neue Hinweise auf eine mögliche Overwatch-Serie gibt, mache ich mir Hoffnungen und freue mich darauf. Ich glaube, dass kaum ein Universum so viele tolle, interessante und auch düstere Geschichten erzählen könnte, wie es bei Overwatch der Fall ist. Das Franchise ist einfach extrem divers – von niedlichen, amüsanten Erzählungen bis hin zu richtig finsteren, emotional mitreißenden Thrillern wäre hier eine Menge möglich.
Um mit einem etwas freien Zitat, das ich auf Reddit gelesen habe, abzuschließen: Du holst dir nicht einen Co-Creator der Serie “Der Prinz der Drachen”, außer du hast ein Streaming-Projekt im Sinn und willst jemanden, der Netflix versteht.
In diesem Sinne: Immer her damit. Auch wenn ich Overwatch eine Menge in der Vergangenheit nicht so leicht verzeihe, will ich auf jeden Fall eine Serie sehen. Denn die Charaktere sind zu cool, um sie einfach nur als Avatare in einem PvP-Shooter zu belassen. Selbst, wenn der Shooter gerade auf einem richtig guten Weg ist.
Der Beitrag Overwatch als Netflix-Serie: Es gibt 2 neue, dicke Hinweise erschien zuerst auf Mein-MMO.
