Ich kenne das perfekte MMORPG für euch, doch müsst ihr euch den Spaß erst verdienen

In einer Umfrage habt ihr uns verraten, was euch in MMORPGs wichtig ist. Aus euren Antworten hat MeinMMO-Redakteur Karsten Scholz jetzt das perfekte Online-Rollenspiel für euch ermittelt: Final Fantasy XIV!

Vor einigen Tagen schaute ich mir das Ergebnis unserer Umfrage „Was ist euch bei MMOs am wichtigsten?“ an. Mein erster Gedanke: Der letzte Platz überrascht mich kein bisschen. Der zweite Gedanke: Mhm, welches aktuelle Online-Rollenspiel erfüllt die Priorisierung der MeinMMO-Community eigentlich am besten?

Mir kamen sofort einige Favoriten in den Sinn, die man an dieser Stelle mit einiger Berechtigung nennen könnte. Am Ende bin ich aber doch recht klar bei einem der besten MMORPGs aller Zeiten gelandet: Final Fantasy XIV. Gehen wir die einzelnen Punkte der Umfrage fix durch.

Wer schreibt hier? Karsten Scholz ist der MMORPG-Experte von MeinMMO. Er befasst sich seit 17 Jahren fast täglich mit dem besten Genre der Welt. Den privaten Erstkontakt gab’s 2005. Seitdem hat er in verschiedenen Online-Rollenspielen mehrere Jahre Spielzeit angehäuft und fast jeden relevanten Genre-Vertreter der vergangenen knapp zwei Dekaden zumindest eine Weile gespielt.

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Platz 1: Story, Erkundung & Atmosphäre

Über die ganzen Jahre hinweg konnte sich Final Fantasy XIV nicht nur zu den MMORPGs mit den besten Storys mausern, sondern auch Historisches abliefern. Den Autoren gelang es, den über mehr als 10 Jahre aufgebauten Story-Bogen zu Hydaelyn und Zodiark mit den Erweiterungen Shadowbringers sowie Endwalker zur Freude zahlreicher Fans fulminant abzuschließen.

Wie schwer das ist, kann man Medien-übergreifend bei ganz vielen Projekten sehen. Denkt nur mal an die Serie Game of Thrones, die aktuelle Phase vom Marvel Cinematic Universe oder manch eine WoW-Erweiterung.

Square Enix indes schuf eine Saga mit spannenden Figuren, emotionalen Höhepunkten und einer Gefühlsachterbahn, die niemanden kaltlässt, der über all die Jahre in die Geschichte involviert war.

Dazu kommt das riesige, abwechslungsreiche Eorzea, das ab und an zwar etwas steril wirkt, aber mit jeder Pore Final-Fantasy-Flair versprüht. Schade nur, dass die jüngste Erweiterung Dawntrail mit diesem epischen Finale zu keiner Zeit mithalten konnte. Das spiegelt auch unser Ranking der FFXIV-Erweiterungen wider.


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Der erste Trailer für Final Fantasy XIV Evercold schickt den Krieger des Lichts in eisige Gefilde

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Platz 2: Charakterfortschritt, Loot & Crafting 

Final Fantasy XIV setzt auf die in vielen Themenpark-MMORPGs übliche Item-Spirale, die sich mit jedem Update immer weiter und weiter dreht und ausreichend Motivation bietet, an den verschiedenen Inhalten des MMORPGs teilzunehmen. Es gibt aus meiner Sicht aber zwei Elemente, die Final Fantasy XIV von direkten Konkurrenten wie WoW abhebt:

Man kann mit einem Charakter sämtliche Jobs des Spiels meistern und zwischen diesen nach Lust und Laune hin und her wechseln.

Die Berufe werden seit jeher wie echte Klassen behandelt, mit eigener Level-Erfahrung, Ausrüstung, Skills, Quests und mehr.

Wer in Final Fantasy XIV mit einem Charakter alle Jobs hochlevelt und Berufe meistert, erschafft sehr sicher ein Band, das bis zum Lebensende hält.

Das PvE-Endgame aus FFXIV gehört zum Besten des MMORPG-Genres.

Platz 3: Anspruchsvolles PvE & Endgame 

Während es in WoW seit der Einführung des Dungeon- und Raidfinders Diskussionen dazu gibt, dass Blizzard die Inhalte für Zufallsgruppen herunterdummen würde, hat Square Enix diese trotz vergleichbarer Komfortsysteme vermieden.

Stattdessen habe ich Final Fantasy XIV immer dafür geschätzt, dass es Dungeon- und Raid-Inhalte für Zufallsgruppen zwar schaffbar designt hat, man dabei aber dennoch stets das Gefühl hatte, für den Erfolg etwas geleistet zu haben.

Das gelang den Entwicklern wiederum, weil der Gruppen-Content in FFXIV von Stufe 1 bis zur aktuellen Maximalstufe logisch aufeinander aufbaut – und es viele Pflichtinhalte gibt, die man meistern muss, bevor man die aktuellsten Herausforderungen angehen darf. Wer dort dann zusammen in der Instanz steht, hat im Normalfall denselben harten Weg hinter sich gebracht und entsprechende Erfahrung im Gepäck.

Ebenfalls cool: Durch die Art, wie die Gruppensuche in FFXIV funktioniert, bleiben auch alte Dungeon- und Raid-Inhalte seit Jahren relevant und es finden sich für diese vergleichsweise schnell Mitspieler.

Und wer in einem MMORPG besonders knackige Inhalte sucht, für die man eine eingespielte Gruppe braucht, der wird in Final Fantasy XIV ebenfalls fündig. Das hier ist ein ganz starkes Paket für PvE-Fans.

In Final Fantasy XIV könnt ihr den Bund fürs Leben eingehen.

Platz 4: Faires Geschäftsmodell & Support

Square Enix hat bereits mit dem kraftraubenden „A Realm Reborn“-Neustart bewiesen, wie wichtig ihnen das aktuelle MMORPG zu Final Fantasy ist. Die nachfolgenden Updates und Erweiterungen waren teils so vollgepackt mit Inhalten, dass man als Spieler auch nach Jahren noch das Gefühl bekam, die Japaner wollen für den Fehlstart Wiedergutmachung leisten.

So konnte man zeitweise nicht nur das deutlich erfolgreichere WoW bei den Content-Updates alt aussehen lassen, Final Fantasy XIV wurde von Erweiterung zu Erweiterung auch immer besser – bis zum bisherigen Höhepunkt mit Shadowbringers und Endwalker. Erst mit Dawntrail kam dieser beeindruckende Lauf ins Stocken. Mit Evercold steht das nächste Addon aber bereits in den Startlöchern. Der Support durch neue Inhalte stimmt also weiterhin.

Wer die ganz neuen Inhalte spielen möchte, muss die jüngsten Erweiterungen zwar kaufen und ein Abo abschließen. Doch wird dieses Modell von einer der wahrscheinlich umfangreichsten kostenlosen Anspielversionen unter den kostenpflichtigen MMORPGs flankiert. Mittlerweile dürft ihr über das Free Trial nämlich bis Level 80 spielen und alle Inhalte von A Realm Reborn sowie den Erweiterungen Heavensward, Stormblood und Shadowbringers erleben.

Hände hoch, wenn ihr Spaß in Eorzea habt!

Platz 5: Community, Gilden & Soziales

Zwar steht dieser Punkt auf Platz 5, doch bietet Final Fantasy XIV durchaus das Fundament, um Teil einer tollen Gemeinschaft zu werden, die gemeinsam Raid-Herausforderungen meistert, ihr Eigenheim ausbaut, Hochzeiten zelebriert oder sich auf einem der Fan-Festivals trifft.

Der Punkt ist aber: Ihr könnt in Final Fantasys XIV die gesamte Story und die meisten Inhalte solo erleben, ohne einen Nachteil dadurch zu haben. Ganz im Gegenteil funktionierten Tools wie die Gruppensuche in FFXIV sogar besser als bei der Konkurrenz, sodass ihr – wie bereits erwähnt – sogar für alte Dungeon- oder Raid-Inhalte zeitnah Mitstreiter findet.

Platz 6: Packendes PvP & Wettbewerb 

Der PvP-Bereich ist im Prinzip schon immer die große Achillesferse von Final Fantasy XIV. Zwar gibt es instanziierte Modi wie die Arenen und Schlachtfelder und es finden auch Saisons und Turniere statt, doch haben diese nie die Größenordnung oder Beliebtheit von zum Beispiel den WoW-Pendants erreicht.

Im Gegenteil: Für einige PvP-Inhalte der Inhaltssuche ist es meiner Erfahrung nach nahezu unmöglich, genug Mitstreiter zu finden, damit innerhalb eines akzeptablen Zeitfensters eine Partie öffnet. Unterstützt wird das dadurch, dass Square Enix gefühlt nur alle Jubeljahre mal neue PvP-Inhalte auf die Server wirft. Wem PvP egal ist, den juckt das natürlich nicht.

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Gibt es also gar kein „Aber“?

Leider doch. Final Fantasy XIV lässt euch damals wie heute linear durch die Erweiterungen leveln, was zwangsläufig auch bedeutet, dass ihr die teils sehr dröge inszenierten und spielerisch noch sehr faden Phasen von A Realm Reborn durchqueren müsst. Wer durchhält, wird mit all den hier im Artikel gepriesenen Vorzügen belohnt. Doch bis dahin kann es einige quälende Stunden dauern.

Wie seht ihr das? Geht ihr mit meiner Einschätzung mit oder habt ihr noch ein anderes MMORPG, das noch besser zum Umfrageergebnis der MeinMMO-Community passen könnte? Verratet es mir gern in den Kommentaren! Apropos regelmäßiger Content-Nachschub: Ein Taco ist der Star des neuen Updates von Final Fantasy XIV, obwohl es einen neuen heftigen Raid gibt

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