Das Studio hinter der Hellblade-Reihe wird geschlossen. Gleichzeitig meint der Chef von Microsoft, dass Spiele einfach zu wenig Geld verdienen.
Für Gamer ist es eine der Horror-Nachrichten, die man eigentlich nicht lesen will. Aber Microsoft, oder eher die Xbox-Abteilung, trennt sich vom Studio „Ninja Theory“, das geschlossen wird. Die Zukunft der Hellblade-Reihe ist damit ungewiss, wahrscheinlich wird sie aber nicht weitergehen.
Was ist das für ein Studio? Ninja Theory wurde im Jahr 2000 gegründet und hat seither über ein Dutzend Spiele veröffentlicht. Die Anfänge machte man mit „Kung Fu Chaos“ auf der Xbox, später folgte Heavenly Sword auf der PlayStation 3. Auch mehrere Ableger der „Devil May Cry“-Reihe wurden von Ninja Theory entwickelt.
In den letzten Jahren ist das Studio vor allem für die Hellblade-Reihe bekannt gewesen. Dort wurde erst kürzlich der dritte Teil der Reihe angekündigt – ein Spiel, das jetzt wohl mit großer Wahrscheinlichkeit niemals erscheinen wird.
Laut Bloomberg sei Ninja Theory eines „von mehreren“ Studios, die sich gerade in Gesprächen rund um die Abwicklung befinden.
Senua’s Saga: Hellblade 2 im Trailer (Steam, Xbox)
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Was sagt der CEO von Microsoft? Satya Nadella äußerste sich gleichzeitig auf einem Event der New York Times (auf YouTube) und erklärte, was das große Problem im Gaming aktuell sei: Spiele sind einfach nicht stark genug monetarisiert. Er sagt:
Die Herausforderung ist, dass wir diese Art der Unterhaltung nicht genügend monetarisiert haben. Tatsächlich, wenn man alles bedenkt, ist diese Form der Unterhaltung eher quersubtentioniert. Tatsächlich werden Xbox-Spiele auf YouTube mehr monetarisiert als bei Microsoft.
Da dürfte bei manch einem Gamer bereits das Augenlid nervös zucken. Weiter erklärte Nadella noch:
Das bedeutet nicht, dass wir Dinge tun werden, die unnatürlich wirken. Wir wollen das tun, was wirklich unser Job ist, also großartige Spiele und großartige Hardware bauen, aber wir müssen es auf eine ökonomisch nachhaltige Art und Weise tun.
Oder anders gesagt: Mehr Geld verdienen, das natürlich irgendwer bezahlen muss. Die Spielerinnen und Spieler, die sich ohnehin schon über steigende Kosten in ihrem Hobby beklagen.
Was das für die Zukunft des Gamings bedeutet, bleibt letztlich abzuwarten, auch wenn die Optionen wohl gering sind. Steigende Preise für Spiele, die Zunahme von Mikro-Transaktionen (die oft den Begriff „Mikro“ gar nicht mehr verdient haben) oder auch eine stärkere Einbindung von Werbung sind wohl alles Optionen, auf die Spielerinnen und Spieler auf der ganzen Welt sich mental vorbereiten dürften. Wir haben bereits darüber berichtet, dass Gaming zum Luxus wird und das schlecht für alle ist.
Viele sorgen sich aktuell darum, dass Microsoft (und Xbox) sich von eher teuren Projekten verabschiedet, die in naher Zukunft noch nicht profitabel sein werden. Das lässt sich bereits bemerken, denn auch bei Blizzard wurde ein großes Projekt, wie das angekündigte Survival-MMO, nahezu direkt nach der Übernahme von Microsoft eingestampft.
Was denkt ihr über die Zukunft vom Gaming? Werden Spiele mehr und mehr zu einem Luxus-Hobby, das man sich bald nicht mehr leisen kann? Spricht der CEO von Microsoft einfach die Wahrheit aus oder muss Gaming andere Pfade wählen, um wieder profitabel zu werden, ohne den Spielerinnen und Spielern noch mehr Geld abzuverlangen? Lasst es uns in den Kommentaren diskutieren!
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