Die Krise rund um den Arbeitsspeicher ist wohl noch schlimmer als zuvor gedacht. In einem Interview haben Mitarbeiter von Valve erklärt, wie es selbst bei ihnen als Großkunde abläuft, und das klingt ziemlich schlimm.
Das Titelbild ist ein Symbolbild.
Was war das für ein Interview? In einem Interview haben die Mitarbeiter von Valve über verschiedene Themen gesprochen. Dabei ging es auch um den Kauf von Arbeitsspeicher, der bekanntermaßen in den vergangenen Jahren durch den KI-Boom extrem teuer geworden ist.
Doch obwohl Valve für seine Konsolen wohl klar als Großabnehmer von Arbeitsspeicher gilt, hat das Unternehmen keine Chance auf Verhandlungen.
Valve braucht RAM für seine Steam Machine:
Valve stellt die Steam Machine im neuen Trailer vor
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Nimm es oder lass es bleiben
Wie läuft der RAM-Kauf? Die Mitarbeiter haben verraten, dass es keine Verträge mit den Herstellern von RAM gäbe, im Gegenteil. Die Hersteller würden Valve jeden Monat einen Preis nennen und wie viel RAM man kaufen kann.
Schlimmer aber, sollte der Preis und das angebotene Kontingent nicht passen, gibt es keinen Raum für Verhandlungen. So sagen Sie: „Und es heißt entweder Ja oder Nein. Und wenn wir Nein sagen, reden sie nie wieder mit uns.“
Das führt so weit, dass Valve seine Steam Machines manchmal mit zwei 8 GB Arbeitsspeicher-Einheiten und manchmal mit einer 16 GB Arbeitsspeicher-Einheit ausliefern wird. Was sich laut den Mitarbeitern bei Valve auch auf die Performance auswirken würde.
Warum können die Hersteller so mit Großkunden umgehen? Während das „Nimm es oder das war es“ klingt wie in einem Mafia-Film, haben die drei Hersteller Samsung (36 %), SK Hynix (32 %) und Micron (22 %) so große Marktanteile, dass es kaum Wettbewerb gibt (Quelle: Bluesky).
Das liegt aber auch daran, dass durch den KI-Boom eine massive Anzahl an RAM von großen Anbietern wie OpenAI (ChatGPT), Google (Gemini) oder Anthropic (Claude) schon Monate im Voraus gekauft und bezahlt werden.
Das Wettrennen um den Marktführer im Bereich KI läuft also auf Hochtouren und ist so groß, dass selbst Valve als bedeutender Hersteller nicht mal mehr nein sagen kann, ohne den Zugang zu den Produkten zu riskieren.
Die drei genannten Hersteller waren bereits einmal Teil eines illegalen Kartells, das zwischen 1998 und 2002 die Preise für Arbeitsspeicher aufgeblasen hat und vom US-Justizministerium untersucht und später für schuldig gesprochen wurde (Quelle: Wikipedia). Damals musste der ehemalige CEO von Samsung nach einem Deal sogar für 8 Monate ins Gefängnis, wurde später aber sogar weiter befördert und der CEO von Samsung Electronics in Europa (Quelle: Wikipedia).
Für Gamer ist der KI-Boom ein Problem, denn Konsolen, PCs und Co. werden immer teurer. Glaubt ihr, die Preise fallen bald? Oder wird alles noch teurer werden? Schreibt eure Einschätzung gerne in die Kommentare. Marktforscher glauben derweil, es geht so weiter wie zuletzt: RAM ist gerade unfassbar teuer, Marktforscher sind sich sicher: das bleibt auch noch eine Weile lang so
Der Beitrag Valve verrät, wie schlimm es wirklich um Arbeitsspeicher steht und es klingt nach einer RAM-Mafia erschien zuerst auf Mein-MMO.
