CoD: Profi gibt 34 Sekunden lang ein so furchtbares Interview, dass ihn sein Team ersetzt

Ein Profi-Spieler in Call of Duty spielte gut und galt als bester Mann seines Teams. Dennoch wurde er nach dem Match ersetzt: Denn in einem Interview nach dem Spiel wirkte er so fahrig, dass Gerüchte aufkamen, er habe Drogen genommen. Ein Missbrauch des Aufputsch-Mittels Adderall wird ihm von Kritikern in den sozialen Netzwerken unterstellt.

Das ist der Profi:

Der 20-jährige Kanadier Indervir „iLLeY“ Dhaliwal spielt seit 2017 professionell Call of Duty. Sein erstes Preisgeld holte er mit 15.

Seinen größten Erfolg hatte er bei Dallas Empire, da gewann er 2020 als 18-Jähriger die Call of Duty League Championship und ein Preisgeld von 300.000 $. Insgesamt hat er knapp 670.000 $ Preisgeld verdient (via esportearnings).

In seinem aktuellen Team, Seattle Surge, ist er seit Oktober 2023.

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Profi wirkt im Interview fahrig und zappelig

Das war jetzt sein Auftritt: Der 20-Jährige spielt ein Major-Event, das Call of Duty League 2024 – Major 1, mit Seattle Surge. Wie die US-Seite Dexerto meldete, spielte er besser als erwartet. Sein Team schloss am 28. Januar das Turnier auf Platz 5-6 ab und holte 15.000 $ Preisgeld.

Das Problem war aber ein Interview nach dem Spiel: In dem 34-sekündigen Interview wirkte er fahrig und unruhig. Er sah die ganze Zeit auf den Boden, verhaspelte sich, zappelte und wurde von den Fans während seiner Antworten ausgebuht.

Zusätzlich tauchte noch ein Clip auf, der ihn während des Matches zeigte, wie er unwillkürlich zuckte, fast paranoid erschien.

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Das war die Diskussion: Auf Twitter ging das Interview viral und viele vermuteten, da könne ein Missbrauch von Drogen oder vielleicht anderer Substanzen im Spiel gewesen sein.

Spieler sagt: Koffein – Kritiker sagen: Adderall

Das sagt der Spieler: Der bestreitet diese Vorwürfe. Er sagt am 29. Januar, er hatte nur eine Menge Koffein intus und das Publikum war so laut, dass er sich nicht konzentrieren konnte.

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Aber die Aussage wurde auf Twitter nicht geglaubt:

Koffein lasse einen nicht so zucken. Nicht mal Adderall richte sowas an, außer man nehme eine “Scheiß Menge”; was er offenbar gemacht habe, warf ihm ein Twitter-Nutzer vor.

Andere nahmen ihn in Schutz: Zu viel Koffein könne einen so fahrig erscheinen lassen. Dazu komme der Druck in der Situation, in der Öffentlichkeit zu sprechen.

Das ist jetzt das Ergebnis: Sein Team Seattle Surge hat am 9. Februar einen neuen Spieler vorgestellt (via twitter). Man geht davon aus, dass er iLLeY ersetzen soll.

Offiziell hat der noch Vertrag, aber es gibt mittlerweile glaubhafte Berichte, wie Dexerto weiß, dass der 20-Jährige nicht zu den Seattle Surge zurückkehren wird.

In den Kommentaren wünschen Nutzer dem CoD-Profi Glück und dass es ihm bald besser geht. An seinem Gameplay habe es jedenfalls nicht gelegen.

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Das steckt dahinter: “Adderall”-Missbrauch bei Shootern, auf Twitch oder im E-Sport ist etwas, das seit Jahren so unter der Oberfläche brodelt und immer mal wieder in Berichten auftaucht, aber über das man nicht so gerne spricht.

Wir wollen dem CoD-Profi hier nichts unterstellen. Aber die Situation versteht man nur, wenn man weiß, wie präsent das Thema Adderall-Missbrauch in der Shooter-Community, gerade bei Call of Duty ist:

Ein Ex-CoD-Profi packt aus: eSports-Szene ist süchtig nach Adderall

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