MMORPG feiert den Geburtstag einer Gaming-Ikone mit einer Axt, aber will 80 $ dafür – Trifft auf offene Feindseligkeit

Das MMORPG Shroud of the Avatar bietet zum 63. Geburtstag von Richard Gerrit, der als Lord British aus Ultima bekannt ist, eine Axt an. Aber wer die haben will, muss sich ein Paket für 80 $ gönnen. Das gibt Anlass für Spott und Hohn.

Wer ist Lord British?

Lord British ist die Spielfigur und das Alias des Spiele-Entwicklers Richard Garriott. Er war in den 80ern und 90ern einer der wichtigsten Spiele-Entwickler der Welt: Von ihm ist die Rollenspiel-Reihe „Ultima (1981-1999).“

Garriott war zu seiner Zeit so populär, dass er sich selbst als allmächtige Figur „Lord British“ in die Ultra-Spiele schrieb, eine der wichtigsten Reihen der Videospiel-Geschichte

1997 erschien Ultima Online, neben Everquest sicher das Spiel, welches den Begriff MMORPG etablierte

Doch mit den 2000ern nahm die Karriere von Garriott eine Wendung zum Schlechten. Das Großprojekt Tabula Rasa scheiterte. 2009 sollte das Kickstarter-MMORPG „Shroud of the Avatar“ dann der Nachfolger im Geiste von Ultima werden – aber das Projekt gilt mittlerweile als kolossaler Fehlschlag. Die Firma von Garriott hat das MMORPG 2019 an den Lead Entwickler verkauft.

Wer die Axt will, muss dafür kräftig zahlen

Das ist jetzt die Axt: Zum 63. Geburtstag von Richard Garriott gibt es in „Shroud of the Avatar“ eine Geburtstags-Axt. Wer ein Paket für 100 $ kauft, das im Moment aber nur 80 $ kostet, erhält diese Axt.

So wird das diskutiert: „Shroud of the Avatar“ wird seit vielen Jahren auf internationalen Gaming-Seiten nur bitter diskutiert: Das MMORPG versprach Leuten, die ins Game investierten und sich Grundstücke kauften, Reichtum, Ruhm und ein tolles Spielerlebnis.

Spätestens seit Garriott vor 5 Jahren ausstieg, sind all diese Träume aber dahin.

Mittlerweile schlägt dem Spiel offene Feindseligkeit entgegen, Garriott ist von einer Ikone der Spiele-Industrie zu jemandem geworden, dem man nur Eigennutz und persönliche Bereicherung unterstellt. Viele fühlen sich von dem früheren Helden enttäuscht und hintergangen.

In den Kommentaren von massivelyop heißt es bissig:

„Ich spende nur für Schickt-den-Spinner-ins-Weltall-Kampagnen“ – eine Anspielung auf den Weltraum-Faible des Entwicklers

„Gibt es eigentlich einen in Blut gezeichneten Vertrag, dass sie das für ewig für jemanden tun müssen, der schon vor Jahren das Projekt verlassen hat“

„Den Geburtstag eines Schwindlers feiern, indem man freiwillig an einem Betrug teilnimmt ist vielleicht nicht so toll, wie sie denken“

Wer mehr über das Leben und Scheitern von Richard Garriott erfahren will, dem empfehlen wir unser MeinMMO-Special: Legendärer MMORPG-Entwickler sammelte 15 Millionen $ von seinen Fans – Baute ein Spiel, das alle enttäuschte

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