Junge Menschen haben laut einer Umfrage negative Einstellungen gegenüber KI. Dennoch ist das für viele (noch) kein Grund, KI aus ihrem Alltag zu verbannen.
Woher stammen die Daten? Die Gallup Organization gehört zu den führenden Markt- und Meinungsforschungsinstituten. In einem aktuellen Gallup-Bericht, den Gallup in Kooperation mit GSV Ventures und Walton Family Foundation gemacht hat, hat man 1.600 Menschen im Alter von 14 bis 29 Jahren aus den gesamten USA zum Thema KI gefragt.
Die Generation Z gilt als Digital Natives, die mit dem Internet, Smartphones und sozialen Medien aufgewachsen sind und diese Technologien intuitiv nutzen. Dazu gehört auch künstliche Intelligenz.
Der aktuelle Bericht von Gallup zeigt, dass viele Personen der Generation Z KI aktiv verwenden, aber die positive Einstellung deutlich abgekühlt ist. Doch das reicht noch nicht, um sich endgültig von KI zu verabschieden. Viele junge Menschen verwenden KI weiterhin, da sie den Nutzen darin erkennen.
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Die Begeisterung für KI sinkt, die Sorge und die Wut wächst
Wie sehen die Daten aus? Die befragten Personen konnten darüber abstimmen, welche Gefühle KI in ihnen auslöst. Sie konnten begeistert (excited), hoffnungsvoll (hopeful), wütend (angry), anxious (ängstlich) und neugierig (curious) wählen. Dabei kamen laut Umfrage folgende Werte im Vergleich zum Vorjahr (2025) heraus:
18 Prozent gaben an, hoffnungsvoll gegenüber künstlicher Intelligenz zu sein. 2025 waren es noch 27 Prozent.
22 Prozent sagten, sie seien von KI begeistert. Das ist ein Rückgang gegenüber 36 Prozent im Vorjahr.
31 Prozent der Befragten gaben an, dass sie wütend über KI sind, gegenüber 22 Prozent im Vorjahr.
Die Angst vor KI ist mit 42 Prozent relativ stabil geblieben (2025: 41 Prozent).
Die Emotion “Neugierig” wurde von Gallup nicht gesondert ausgewertet.
Die Zahlen zeigen, dass die Begeisterung der Generation Z gegenüber künstlicher Intelligenz stetig abnimmt. Hier spielt aber auch eine Rolle, wie oft KI im Alltag eingesetzt wird: Negative Emotionen bei Nicht-Nutzern sind weitaus häufiger anzutreffen als bei Personen, die KI täglich im Alltag einsetzen.
Trotz starker Ablehnung wird KI weiterhin aktiv von den Digital Natives eingesetzt
Dennoch bringt die ganze Ablehnung die Generation Z weiterhin nicht dazu, KI aus ihrem Alltag zu verbannen. Laut Gallup gab 51 % aller Teilnehmer an, KI im Alltag mindestens einmal pro Woche zu verwenden, was ein Anstieg zum Vorjahr bedeutet (2025: 47 %).
Stephanie Marken, Senior Partner bei Gallup, erklärt, dass viele den Nutzen von KI anerkennen, aber sich gleichzeitig über die langfristigen Auswirkungen von KI Gedanken machen:
Die Generation Z lehnt KI nicht rundweg ab, aber sie überdenkt ihre Rolle in ihrem Leben. Was wir in den Daten sehen, ist eine Generation, die den Nutzen von KI anerkennt, sich aber zunehmend Sorgen über ihre langfristigen Auswirkungen auf das Lernen, das Vertrauen und die Berufsreife macht.
KI ist schon länger ein Thema im Leben junger Menschen und bedroht immer wieder Arbeitsplätze: Dabei stehen viele aus der Generation Z erst am Anfang ihrer Karrieren. Doch eine Branche, die früher für gute Einstiegs- und Aufstiegsmöglichkeiten bekannt war, wird für sie zunehmend unzugänglich: Die Gen Z ist gerade erst ins Berufsleben gestartet und wird jetzt schon in einer Branche von KI ersetzt
Der Beitrag Die Generation Z schimpft über KI, doch das reicht noch nicht für eine wichtige Entscheidung erschien zuerst auf Mein-MMO.
