In der Welt von World of Warcraft gibt es einige ikonische Gegenstände, die Veteranen bereits aus großer Entfernung sofort erkennen. Ein Fan des MMORPGs konnte sich so ein legendäres Teil nach 20 Jahren endlich sichern.
Was ist das für ein legendäres Item? Sulfuras, Hand von Ragnaros gehört zu den ersten legendären Gegenständen, die Blizzard in die World of Warcraft gepackt hat. Niemand Geringeres als Ragnaros, der Endboss vom Geschmolzenen Kern, führt den legendären Streitkolben im Kampf.
Es reicht jedoch nicht, den Feuerfürsten zurück in die Lava zu werfen und auf Loot-Glück zu hoffen, um Sulfuras in die eigene Sammlung aufzunehmen. Zuerst müsst ihr euch zwei andere Gegenstände besorgen:
den epischen Sulfuronhammer
das legendäre Auge von Sulfuras
Durch die Kombination dieser beiden Gegenstände erhaltet ihr Sulfuras, den legendären Hammer von Ragnaros.
Was ist die Schwierigkeit? Den Sulfuronhammer lasst ihr in den Schwarzfelstiefen von einem Schmied herstellen, der das Rezept gelernt hat. Für die Herstellung benötigt ihr allerlei Ressourcen wie 8 Sulfuronblöcke, 20 Dunkeleisenbarren, 50 Arkanitbarren, 10 Blut des Berges und einiges mehr. Alleine die Arkanitbarren sind in der Vanilla- beziehungsweise Classic-Ära ein Vermögen wert.
Beim Auge von Sulfuras spielt indes der Faktor Glück eine große Rolle. Das legendäre Teil landet mit einer Chance von gerade einmal 3,74 Prozent im Loot-Beutel von Ragnaros. Manche Vanilla- oder Classic-Schlachtzüge hatten Glück und konnten sich das Legendary bereits nach einigen Runs in den Geschmolzenen Kern herstellen. Andere besuchen Ragnaros seit vielen Jahren, weil sie immer noch darauf hoffen, irgendwann das Auge zu erhalten.
Auch in WoW Burning Crusade gab’s tolle Legendarys wie die Kriegsgleven von Illidan:
2021 brachte WoW Classic die erste Erweiterung Burning Crusade zurück
Autoplay
„Ich bin immer noch ein bisschen aufgeregt“
Jetzt hatte ein Spieler das Glück: Obwohl Sulfuras schon so viele Jahre auf dem Buckel hat, jagen auch heute noch viele Sammler dieser legendären Waffe hinterher. Das zeigt eine aktuelle Diskussion auf Reddit, in der sich der Spieler SJBaerosols riesig darüber freut, nach 20 Jahren endlich die Hand von Ragnaros auf seinem Rücken zu tragen: „Mir egal, ob ich 20 Jahre zu spät auf der Party bin, ich wollte das schon immer haben und jetzt ist es endlich passiert.“
Die über 2.165 Daumen hoch und mehr als 115 Kommentare untermauern den Status von Sulfuras. Viele Spieler freuen sich für SJBaerosols, auch wenn hier und da der eigene Neid durchscheint, weil man selbst bislang kein Glück hatte.
Claudethedog erklärt: „Ich bin immer noch ein bisschen aufgeregt, wenn ich ein Sulfuras oder Thunderfury sehe. Oder, wenn wir schon dabei sind, ein reiches Thoriumvorkommen.“
darkoopz43 schreibt: „Ich spiele WoW seit 20 Jahren und habe jedes Legendary an meinem Gürtel, aber dieses Ding entzieht sich mir immer noch – Glückwunsch!“
christmascaked feiert: „Ich bewundere den Ehrgeiz. Ich bekam das Auge in der Woche vor dem BC-Pre-Patch, nachdem ich ewig MC gelaufen war, und habe es mir dann TROTZDEM noch hergestellt. Warum? Warum sollte ein Heilpaladin das brauchen? Weil es cool aussieht.“
Gorstag erinnert sich: „Der Zufallsfaktor in WoW macht mich fertig. Unsere Gilde hatte kein einziges Thunderfury, aber wir hatten so etwa 8 oder 9 dieser Hämmer. Die Krieger fingen an, sie zu sammeln, weil die Paladine sie alle hatten. Wir haben auch oft Paladine aus anderen Gilden mitgebracht, um mit uns in BWL zu raiden, weil wir, glaube ich, nur einmal keine Paladin-Schultern bekommen hatten.“
MeinMMO-Redakteur Karsten Scholz wünscht sich Sulfuras zurück: Also nicht konkret genau diesen Gegenstand. Aber legendäre Gegenstände, die etwas Besonderes sind und auf die eine gesamte Gilde über Wochen und Monate hinarbeiten kann. Items, die so selten und stark sind, dass sie einen Unterschied machen.
Mir hat es persönlich auch nie etwas ausgemacht, dass die Thunderfurys (auf Deutsch: Donnerzorn, Gesegnete Klinge des Windsuchers) und Sulfuras an andere Klassen gegangen sind (ich zocke in WoW seit jeher einen Schurken). Ich denke – ganz im Gegenteil – sehr gerne an die diversen Male zurück, bei denen wir jemanden aus der Gilde beim Kampf gegen Donneraan beistanden, um sein Thunderfury fertigzustellen.
Natürlich gibt es auch die andere Seite der Medaille: Solche besonderen Items können viel Unruhe in eine Gemeinschaft bringen. Spieler streiten, weil sie einen besonderen Anspruch auf das Teil erheben. Andere ärgern sich, weil es bei einer Klasse landet, die damit eher wenig anfangen kann. Und am Ende sind alle mies drauf, weil der Besitzer des Legendarys die Gilde wechselt.
Der Kommentar von tossawayme1015by5 auf Reddit deutet das an: „Ich hatte das Glück, meinen als Heilpaladin während Vanilla WoW zu bekommen. Das sorgte für Aufsehen, aber dafür waren DKP ja da!!“ Diese DKP-Punkte hat man sich damals durch Teilnahme an Raids erspielt und man konnte diese dann für seinen Wunsch-Loot ausgeben. Einige nutzten das System, um sich besondere Gegenstände zu sichern, die dem Raid woanders mehr gebracht hätten.
Aber ganz ehrlich: Auch dieses Drama hat die Vanilla- und Classic-Erfahrung immer ein Stück weit ausgemacht und gehört irgendwie dazu. Lieber so als alle mit den gleichen Ausrüstungsteilen herumlaufen zu sehen. Oder wie seht ihr das? Verratet es in den Kommentaren! Apropos legendärer Fund: WoW-Fan findet legendären Schatz in einem Buchladen, ist mehrere Hundert Euro wert
Der Beitrag Spieler aus WoW erfüllt sich nach 20 Jahren legendären Traum, es hagelt Neid und Glückwünsche erschien zuerst auf Mein-MMO.
