Nur 68 Gramm und ein starker Akku: Darum überzeugt mich diese Gaming-Maus für 100 Euro im Test

68 Gramm, moderner Sensor und schicke Beleuchtung: MeinMMO-Redakteur Benedikt Schlotmann hat die SteelSeries Aerox 3 Wireless Gen 2 getestet. Er erklärt, wo die Stärken und Schwächen der Maus liegen und welche Alternativen es gibt.

Um welches Gerät geht es? Der Shooter-Fan liebt leichte Mäuse und die Aerox 3 Wireless Gen 2 von SteelSeries ist so ein Fall: Mit 68 Gramm ist sie vielleicht nicht so leicht wie der berüchtigte Zaunkoenig, gehört aber dennoch zu den leichteren Vertretern des Genres.

Ich habe die Maus für MeinMMO ausführlich getestet. Ich erkläre euch im Detail, welche Vor- und Nachteile die Maus hat und welche Alternativen es gibt. Interessieren euch die Details nicht? Dann springt direkt zum Fazit über das Inhaltsverzeichnis.

Der Test im Überblick:

Lieferumfang, Design und Aufbau

Verarbeitung

Software

Gewicht, Ergonomie und Akkulaufzeit

Maustasten, Mausrad und Sensor

Fazit

Wer hat da getestet?

Benedikt ist Tech-Editor auf MeinMMO und testet seit vielen Jahren Hardware für die Leser. Er testet Mäuse, Tastaturen, Kopfhörer und so ziemlich alles, was man mit Computer, Konsole oder anderen Geräten verwenden kann.

Das Modell wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

Benedikt Schlotmann
Hardware-Redakteur MeinMMO

Technische Details:

Details
SensorTrueMove 26K (Pixart)AuflösungBis zu 26.000 DPISwitchesmechanische SwitchesTasten5 TastenDesignSchwarze Maus. RGB-Beleuchtung an der Unterseite, symmetrische Rechtshändermaus.Gleitfüße2KabelAbnehmbares 1,8 m USB-C-KabelGewicht68 Gramm (Honeycomb)Preis (UVP)99,99 Euro

Lieferumfang, Design und Aufbau

Wie sieht der Lieferumfang aus? Neben der Gaming-Maus befinden sich noch ein Daten-Kabel, ein Erweiterungsadapter (USB-C auf USB-C) und der Dongle für die kabellose Verbindung in der Schachtel. Weiteres Zubehör, etwa Griptape oder Ersatz-Mausfüße, sind nicht im Lieferumfang enthalten. Das ist bei vielen Herstellern mittlerweile fast Standard geworden.

Wie ist die Maus aufgebaut? Die Maus könnt ihr in verschiedenen Farben kaufen, ich nutze im Test das schwarze Modell.

Auf der Oberseite der Maus befinden sich die Haupttasten und dazwischen das Mausrad. Auf der Oberseite vor dem Mausrad

Auf der Unterseite befindet sich ein Schalter, mit dem ihr die Maus ausschalten könnt und zwischen Bluetooth und Funkverbindung wechseln könnt.

Was ist besonders? Die Maus setzt auf ein Honeycomb-Design: Das Gehäuse ist durchlöchert und wiegt dadurch weniger. Außerdem unterstützt die Maus wahlweise über Funkverbindung einen 1K- und einen 4K-Modus.

1K- vs 4K-Modus: Bei 1K sendet die Maus Daten alle 1,0 ms, bei 4K werden die Daten 4-mal so schnell gesendet (0,25 ms). Das sorgt für eine schnellere Abtastung und eine geringere Latenz. Für die meisten Spieler ist die 1K-Verbindung mehr als ausreichend. Spielt ihr mit 240-Hz-Setup, dann spürt ihr den Vorteil von 4K.
Die SteelSeries Aerox 3 Wirelss Gen 2 mit Verpackung.

Verarbeitung

Das Honeycomb-Design ist in meinen Augen immer ein zweischneidiges Schwert: Auf der einen Seite wird die Maus dadurch leichter, auf der anderen Seite kann Schmutz, Staub oder Dreck viel schneller in das Innere der Maus eindringen.

Immerhin gibt SteelSeries an, dass die Maus mit der Schutzart IP54 zertifiziert sei. Damit sollte die Maus zumindest gegen Staub und gegen Spritzwassser aus allen Richtungen geschützt sein. Das ist bei der offenen Bauweise zumindest ein dicker Pluspunkt.

Software

Die Maus nutzt SteelSeries GG für ihre Einstellungen. SteelSeries ist dazu übergegangen, nicht nur eine Software für Peripherie anbieten zu wollen, sondern integriert auch etliche weitere Programme. Dazu gehören etwa ein 3D-Aimtrainer, eine Software für Gameplay-Aufnahmen (Moments) und eine Klang-Software (Sonar). Hinzu kommen noch Giveaways, die ebenfalls ihren Weg in SteelSeries GG gefunden haben. Etliche Features sind obendrein hinter einer Login-Pflicht verborgen.

Die Einstellungen sind übersichtlich und lassen sich zügig konfigurieren. Der Rest der Software wirkt überladen.

Die meisten der Features sind und bleiben immerhin optional, dennoch wirkt die Software dadurch insgesamt überladen, wenn man “nur” seine Maus konfigurieren möchte.

Schlank ist die Software übrigens nicht. Im Arbeitsspeicher werden dauerhaft 500 bis 600 MB belegt. Ebenfalls nervig: SteelSeries GG skaliert auf großen Displays nicht richtig, sodass Teile der Software nicht oder nur teilweise zu sehen sind.

Gewicht, Ergonomie und Akkulaufzeit

Das Gewicht: Unter den Aerox-Modellen vermarktet SteelSeries seine leichten Gaming-Mäuse und die Aerox 3 Wireless Gen 2 wiegt immerhin nur 68 Gramm. Damit befindet sich die Maus im Mittelfeld. Zum Vergleich: Mäuse wie die Turtle Beach Burst II Air (47 Gramm) oder die Razer Viper V2 Pro (58 Gramm) wiegen noch einmal ein ganzes Stück weniger.

Die Aerox 3 Wireless Gen 2 hat das meiste Gewicht im Hintern der Maus liegen. Das merkt man vor allem dann, wenn man die Maus mit Daumen und Ringfinger hochheben möchte, um sie neu zu platzieren.

Die Ergonomie: Das Modell von SteelSeries ähnelt der Größe nach stark der Konkurrenz. Die Aerox 3 Wireless Gen 2 ist in etwa so groß wie die Superlight 2 von Logitech oder die Burst II Pro von Turtle Beach.

Dennoch hat die Aerox 3 Wireless Gen 2 einen Vorteil und das ist die leicht ergonomische Einbuchtung im Daumenbereich. Dadurch liegt der Daumen besser an als bei rein symmetrischen Mäusen (ambidextrisch). Andere Mäuse, etwa die Xtrfy M4 Wireless (zum Test), betonen diese asymmetrische Bauform noch stärker, aber das ist im Shooter-Bereich eher selten anzutreffen.

Ein Pluspunkt für die Maus: Die Oberfläche ist rau, dadurch liegt die Maus besser und griffiger in der Hand als eine Maus mit sehr glatter Oberfläche, wie das etwa bei Logitech oder Turtle Beach der Fall ist. Hier liegt aber immerhin Griptape bei, um das Problem zu minimieren.

Akkulaufzeit: Der Hersteller gibt die Akkulaufzeit mit bis zu 200 Stunden an. Die Betonung liegt auf “bis zu”, denn mit RGB und 4K-Verbindung sinkt die Laufzeit deutlich. SteelSeries gibt die Akkulaufzeit dann noch mit 35 Stunden an. Und das ist in meinen Augen schon sehr knapp.

MausAkkulaufzeitGewichtLogitech G309300 Stunden (AA-Batterien)86 Gramm (AA-Batterien)/ 68 Gramm (Powerplay)Razer Cobra Pro180 Stunden77 GrammSteelSeries Aerox 5 Wireless180 Stunden66 GrammSteelSeries Rival 3 Wireless500 Stunden (2 AAA-Batterien)106 GrammTurtle Beach Burst II Pro150 Stunden57 Gramm

Wichtig ist jedoch, dass die 4K-Verbindung im Alltag nur bedingt notwendig ist. Spielt ihr auf einem Monitor mit 144 Hz und liegen eure FPS noch ein Stück darunter, dann profitiert ihr nur bedingt von der 4K-Verbindung und die 1K-Verbindung reicht völlig aus.

Spielt ihr hingegen auf 240 Hz oder mehr und nutzt das im vollen Umfang aus, indem ihr etwa Valorant mit 200 FPS spielt, dann sinkt tatsächlich die Latenz durch die 4K-Verbindung. Mein Tipp ist daher: Lasst die Pollingrate auf 1.000 Hertz stehen, dann spart ihr Akku. Spiel ihr hingegen Spiele mit hohen FPS-Einstellungen, kann sich der Wechsel lohnen.

Die Maustasten, Mausrad und Sensor

Die Maustasten und Mausrad: Unter den Tasten befinden sich mechanische Tasten, die SteelSeries mit bis zu 80 Millionen Klicks angibt. Die Tasten klicken klanglich hoch und hörbar.

Die Klicks sind bei weitem nicht so laut wie bei der Superlight 2 von Logitech, die auf optisch-mechanische Schalter setzt (Lightforce) und klingen ebenfalls nicht so dumpf und hohl wie bei der Burst II Pro von Turtle Beach. Mit einem Headset hört ihr die Klicks nur bedingt, in einem offenen Büro oder mit Boxen nehmt ihr das Geklicke aber sehr wohl wahr.

Das deutliche Klicken gibt mir aber auch subjektiv das Gefühl, präziser zu sein, als wenn ich die Klicks gar nicht spüre. Ohne Feedback fühlt sich ein Klick schwammig an.

Sensor: In der Maus steckt der TrueMove-Sensor 26K. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Entwicklung von SteelSeries und Pixart (via Steelseries.com). Dessen Werte liegen nicht ganz auf dem Niveau des erstklassigen Pixart PAW3395. So bietet der TrueMove-Sensor eine maximale Geschwindigkeit von 400 IPS, der PAW3395 mit 650 IPS deutlich mehr.

400 IPS reichen in den meisten Fällen völlig aus, wenn ihr flotte Shooter spielt und die Maus schnell über den Tisch bewegen müsst.

Auch beim Sensor gilt noch einmal der Hinweis: Grundsätzlich könnt ihr zwischen 4K- und 1K-Verbindung wählen, die 1K-Verbindung ist aber in den meisten Fällen empfehlenswerter – außer ihr spielt Valorant oder CS:Go mit 240 FPS oder mehr auf einem entsprechenden Monitor.

Fazit

Bewertung

Mit der Aerox 3 Wireless Gen 2 von SteelSeries bekommt ihr eine schicke, leistungsstarke Gaming-Maus für rund 100 Euro, die vor allem mit ihrem geringen Gewicht, der guten Akkulaufzeit (ohne 4K-Modus) und der schicken Beleuchtung punkten kann.

Große Nachteile bekommt ihr mit der Maus nicht. Drei Dinge, die man aber wissen sollte: Der Lieferumfang fällt im Vergleich zur Konkurrenz etwas knapp aus und die Software ist zu umfangreich für eine Gaming-Maus. Nutzt ihr außerdem den 4K-Modus der Maus und die Beleuchtung, dann sinkt die Akkulaufzeit drastisch. Der 1K-Modus reicht für die meisten Spieler aber aus.

Sucht ihr nach einer leistungsstarken Gaming-Maus für rund 100 Euro, dann bekommt ihr hier ein faires Gesamtpaket. Ein einzigartiges Alleinstellungsmerkmal hat sie nicht, dafür ist sie eine gute Weiterentwicklung des Vorgängers. Ist euch das Gewicht (relativ) egal und ihr wollt lieber wechselbare Batterien, dann wäre die Rival 3 Wireless Gen 2 für ca. 50 Euro die bessere Option. Oder die G309 von Logitech für rund 60 Euro, die den besseren Sensor und eine etwas bessere Ergonomie liefert.

Progeringes Gewicht (68 Gramm)lange Akkulaufzeit (im 1K-Modus)IP54-zertifiziertschicke Beleuchtung
Contrafest verbauter Akkuetwas zu umfangreiche Softwareknapper Lieferumfang

Welche Alternativen gibt es?

Die G Pro X2 Superstrike ist deutlich teurer (ca. 180 Euro), bietet euch aber die derzeit beste Technik an. Das alte Superlight-2-Modell gibt’s bereits für rund 100 Euro, aber ohne das einzigartige Hits-Feature.

Die Xtrfy M4 Wireless ist vor allem ein ergonomischer Tipp, da sie vor allem die Handform im Palmgrip betont. Wer vor allem im Claw-Grip spielt, profitiert davon deutlich weniger.

Die Turtle Beach Burst II Pro liefert euch eine exzellente Akkulaufzeit und verzichtet auf zusätzlichen Schnickschnack. Das macht die Maus fast schon langweilig, im Alltag aber zu einem sehr guten Begleiter.

Die Rival 3 Wireless Gen 2 ist der Buget-Tipp: rund 50 Euro, dafür schlechtere Technik und höheres Gewicht, aber wechselbare Batterien im Inneren.

Weitere Gaming-Mäuse auf MeinMMO: Falls ihr nach weiteren, empfehlenswerten Gaming-Mäusen sucht, dann schaut doch einmal in unsere Kaufberatung auf MeinMMO. Hier findet ihr die besten Gaming-Mäuse, die ihr aktuell kaufen könnt: Die besten Gaming-Mäuse für Shooter, die ihr derzeit kaufen könnt

Der Beitrag Nur 68 Gramm und ein starker Akku: Darum überzeugt mich diese Gaming-Maus für 100 Euro im Test erschien zuerst auf Mein-MMO.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *