Bei der kommenden Serien-Adaption von Harry Potter kommt es zu einer Neubesetzung von Ginny Weasley. Dass eine Schauspielerin schon nach Staffel 1 aussteigt, ist zwar verschmerzbar, zeigt aber auch ein Problem der Serie – und was für ein Glück die Filme hatten.
Die Kinderschauspielerin Gracie Cochrane spielt in Staffel 1 von Harry Potter auf HBO Max Rons kleine Schwester Ginny. Nun meldete Deadline jedoch, dass sie die Rolle ablegt und in Staffel 2, die ab Herbst gedreht wird, schon nicht mehr dabei sein wird.
Als Grund für den Ausstieg werden lediglich unvorhergesehene Umstände genannt. Das Statement von Cochranes Familie betont jedoch, wie unvergesslich die Zeit bei der Serie gewesen sei.
Die Meldung mag wie ein Schock wirken, ist die erste Staffel 1 ja noch nicht mal erschienen. Sie zeigt, welches Problem die Serie in den nächsten Jahren plagen könnte, kommt gleichzeitig aber zu einem idealen Zeitpunkt.
Der erste Teaser zur Harry Potter-Serie bringt uns zurück nach Hogwarts
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Wird Ginny der letzte Ausstieg sein?
Was ist das für ein Problem? Pro Buch soll eine Staffel erscheinen. Unter der Voraussetzung, dass jedes Jahr eine Season veröffentlicht wird, sind die (heranwachsenden) Darsteller der Serie also mindestens sieben Jahre lang beschäftigt. Realistisch betrachtet könnten zwischen den Staffeln aber auch eineinhalb bis zwei Jahre liegen.
Nicht jeder wird das mitmachen. Harry Potter ist eine Serie mit unzähligen Figuren. Dass alle Schauspieler von Anfang bis Ende dabeibleiben und ihre Rollen spielen, ist unwahrscheinlich. Egal aus welchen Gründen sie aussteigen, kann das für eine auf Langlebigkeit ausgerichtete Produktion zum Problem werden. Die Entscheidung von Gracie Cochrane zeigt, wie schnell und unerwartet eine Neubesetzung nötig wird.
Ähnliches fürchten Fans auch in Bezug auf Dumbledore-Darsteller John Lithgow, der schon jetzt 80 Jahre alt ist. Manche haben Zweifel, ob er nicht irgendwann zu alt für die Rolle sein könnte oder aus gesundheitlichen Gründen abgelöst werden muss.
Genau Dumbledore beweist aber, dass eine Neubesetzung gelingen kann: Richard Harris spielte die Figur in den ersten beiden Teilen der Filmreihe, ehe er im Jahr 2002 verstarb. Ab „Der Gefangene von Askaban“ trat Michael Gambon an seine Stelle und verkörperte die Rolle mit großer Bravour.
Die Fans haben ihn als neuen Dumbledore angenommen, nicht wenige dürften sogar als Erstes Gambon vor Augen haben, wenn sie an den Charakter denken. Ähnliches könnte also auch im Fall von Ginny oder etwaigen folgenden Ausstiegen aus der Serie funktionieren.
Ein wahres Wunder
Mit Blick auf die Filme muss man eigentlich von einem Wunder sprechen, dass die meisten Schauspieler von Anfang bis Ende dabeigeblieben sind. Abgesehen von Dumbledore betrafen Neubesetzungen in erster Linie kleine Nebenrollen, darunter Bill Weasley, Angelina Johnson oder Griphook.
Das Recasting von Voldemort in „Der Feuerkelch“ gehört da noch zu den auffälligeren Änderungen, kam jedoch auch mit einem neuen Design für die Figur daher.
Von daher wird sich auch für Ginny in der neuen Serie eine passende Neubesetzung finden lassen. Immerhin steigt die Schauspielerin Gracie Cochrane zu einem vergleichsweise idealen Zeitpunkt aus. In „Der Stein der Weisen“ nimmt Ginny noch eine recht kleine Rolle ein, während sie in „Die Kammer des Schreckens“ zur wichtigen Figur aufsteigt.
Neubesetzungen sind also ein Problem, aber kein Genickbruch. Die neue Serie zu Harry Potter wird einen Weg finden, damit umzugehen. Und wir als Publikum sollten alten wie neuen Darstellern eine Chance geben, sich zu beweisen. Was denkt ihr über das Thema? Schreibt es uns gerne in die Kommentare. Gerade Ginny Weasley könnte von der Serie profitieren: Die neue Serie zu Harry Potter könnte in einem Punkt viel besser als die Filme werden
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