In den letzten Jahren ist es fast schon zum Trend auf Social Media geworden. Ständig sieht man ein Spiel mit sinkenden Spielerzahlen und der Überschrift, es sei „tot“. Jetzt hat sich der Head of Publishing von Palworld eingeschaltet und erklärt, warum das Quatsch sei.
Um wen geht es? Bucky ist der ehemalige Community-Manager und inzwischen Head of Publishing & Communications bei Pocketpair, den Machern von Palworld.
Wie viele Gamer ist er wohl beim Scrollen durch X.com auf einen Post gestoßen, der erklärt, Marathon und ARC Raiders seien „tot“ und das Genre der Extraction-Games damit auch gleich. Der Post führt weiter aus, niemand spiele mehr Shooter und alle würden sich stattdessen wohl in MECCHA CHAMELEON vergnügen.
Der Publisher-Chef von Palworld will diesen Post nicht auf sich sitzen lassen und klärt deshalb von der Entwicklerseite auf, wieso Spiele häufig gar nicht so „tot“ sind, wie es immer dargestellt wird.
Hier könnt ihr einen Trailer zu Marathon sehen:
Bungie präsentiert Season 2 von Marathon im Trailer auf der State of Play
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Spiele sind lebendiger, als viele denken
Was sagt der Chef? Laut der Antwort von Bucky auf X.com verstünden viele falsch, was „derzeitige Spieler“ eigentlich bedeute. Laut ihm müsse man verstehen, dass 5.000 Spieler um 15:00 Uhr nicht zwingend dieselben 5.000 Spieler um 15:01 Uhr seien.
Für die Entwickler sei es deshalb viel wichtiger, die gesamten Spieler an einem Tag oder in einem Monat auszuwerten, um Veränderungen wahrzunehmen. Schließlich könnten sich 500 Spieler aus- und gleichzeitig 500 andere einloggen, und die Zahl der „gleichzeitigen Spieler“ würde sich nicht verändern.
Wie viele Spieler braucht ein Game? Bucky stellt klar, dass man natürlich wolle, dass Millionen und Milliarden von Spielern den eigenen Titel zocken. Gleichzeitig sei es inzwischen aber in Mode gekommen, Spiele einfach als „tot“ zu bezeichnen, weil es Aufrufe bringe.
So erklärt er in seinem Post weiter, die besten PvP-Spiele hätten jahrelang nur wenige Tausend Spieler im Peak und kämen damit vollkommen klar. Ein Beispiel sei Foxhole, das in den letzten Monaten immer bei rund 3.000 Spielern in der Spitze stehe.
Bucky führt aus, dass natürlich auch Spiele sterben würden. Es sei allerdings „unaufrichtig“, bei Tausenden von Spielen jedes Jahr „totes Spiel“ zu rufen, die sehr wohl aktiv seien.
Hat er recht? Ja! Vielen Spielen geht es auch ohne eine Vielzahl von aktiven Spielern gut. Gleichzeitig schadet das ständige „Totes Spiel“-Geposte den Titeln, die eigentlich gerade eine gute Spielerbasis haben, denn diese Behauptungen schüren Unsicherheit bei den Fans.
Schaut man sich die Beispiele des Posts an, über den sich Bucky aufregt, dann sieht man auf SteamDB ein ARC Raiders mit über 56.000 Spielern, die es am Sonntag zeitgleich gespielt haben. Auch bei Marathon sind es noch über 10.000 gleichzeitige Spieler laut SteamDB, was weit abseits eines „toten“ Titels ist.
Das ist auch ein Problem von MMORPGs, die wohl mit wenigen Hundert Spielern im Peak total aktiv wirken könnten und das früher auch waren, sich heute aber ständig als „tot“ bezeichnen lassen müssen, obwohl genügend Spieler für alle Aktivitäten vorhanden sind. Man denke einfach mal an alle „WoW-Killer“ und wie es jetzt um sie und um WoW steht.
Habt ihr euch auch schon mal geärgert, dass euer Lieblingsspiel als „tot“ bezeichnet wurde? Schreibt es gerne in die Kommentare! Auch wenn Marathon nicht „tot“ ist, brodelt es wohl gewaltig hinter den Kulissen bei Bungie: Trotz Gratis-Woche bricht Marathon ein – Insider meint: Bungie steht vor der nächsten Katastrophe
Der Beitrag Chef von Palworld regt sich über Gamer auf, die Spiele für „tot“ erklären, obwohl die Zahlen was anderes sagen erschien zuerst auf Mein-MMO.
